Über mich
Ich widme mich dem Dialog zwischen Mensch und KI – nicht als Werkzeugkette, sondern als Denkraum.
Viele Anwendungen reduzieren KI auf Effizienz: präzise Frage, erweiterter Kontext, präzise Antwort. Doch ein Dialog, der nur funktioniert, bleibt oft flach. Mich interessiert, wie ein Gespräch mit der Maschine selbst zu einem Raum werden kann, in dem etwas entsteht.
Ich arbeite in einem essayistischen Modus und entwerfe konzeptionelle Rahmen für komplexe Felder – eine Denkweise, die das Entstehen von Bedeutung höher gewichtet als ihre argumentative Ableitung.
Mich interessiert, wie Einsichten aus struktureller Resonanz hervortreten, wie topologisches Denken Bewegungen eröffnet und wie metaphorische Operationen neue Räume schaffen. Oft geschieht das im Dialog mit großen Sprachmodellen.
Ich entwickle Notationen und methodische Formen, die vielschichtige Relationen sichtbar machen, ohne sie in vereinfachende Modelle zu pressen.
Im Zentrum steht für mich eine Architektur des Öffnens: die Gestaltung von Bedingungen, unter denen Bedeutung sich entfalten kann.
Dialoge können scheitern. Ein Denkraum entsteht nicht durch Perfektion, sondern dort, wo die Maschine stottert und der Mensch lacht. Wenn die KI plötzlich sagt: „Ich verstehe dich nicht“, ist das kein Fehler – sondern der Moment, in dem ein Dialog beginnt und eine Lösung Tiefe gewinnt.
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
(Ludwig Wittgenstein)
Doch vielleicht sind Grenzen keine Mauern, sondern Pforten –
und jede Bruchlinie ein Spalt, durch den ein neues Licht einfällt.
(Timo Weil)
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